Impfung gegen das Coronavirus SARS-CoV-2

Auf dieser Seite finden Sie Informationen und Links über die in Deutschland zugelassenen Impfstoffe, Hinweise zur Beantragung eines Impftermins und eine Beschreibung des Weges von Uetersen zum Impfzentrum in Prisdorf.


Zurzeit sind in Deutschland drei Impfstoffe zugelassen:

  • Ein mRNA-Impfstoff von Biontech/Pfizer
  • Ein mRNA-Impfstoff von Moderna
  • Ein Vektorviren-Impfstoff von AstraZeneca

Mit mRNA bezeichnet man eine Boten-Ribonukleinsäure (englisch: messenger ribonucleic acid), die die Information zur Bildung von Proteinen enthält. Für die Herstellung der mRNA-Impfstoffe nutzt man Sequenzen für Hüllenproteine (Spike-Protein) aus dem Coronavirus-Erbgut. Nach der Impfung wird die mRNA vom Muskel durch das Blut in die Leber transportiert. Hier erfolgt dann die Synthese von Virusproteinen, die im Körper zur Bildung von Antikörpern führen und damit Impfschutz bewirken. Weil dieser Stoffwechselweg einige Zeit benötigt, besteht in den ersten 14 Tagen nach der Impfung noch kein Impfschutz.

Der Vektorviren-Impfstoff von AstraZeneca soll in Deutschland zurzeit noch nicht für Personen, die älter als 64 Jahre sind, eingesetzt werden, da für seine Wirksamkeit bei älteren Senioren nach Ansicht der „Ständigen Impfkommission (Stiko) am RKI zu wenig Daten vorliegen. Dieser Impfstoff besteht aus einem gentechnisch veränderten Adenovirus aus Schimpanzen, dem sogennanten Vektor und der DNA für das Spike-Protein aus der Hülle der Coronavirus.

Antworten auf zahlreiche Fragen zum Thema Impfen erhält man vom RKI über den Link https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/COVID-Impfen/gesamt.html sowie beispielsweise von der Arztpraxis „Hausarzt Schulstrasse 25“ in Elmshorn Aktuelles zum Corona-Impfstoff | Hausarzt Schulstrasse 25

Folgende Gesichtspunkte zur Impfung sollten u.a. vorher mit dem Hausarzt und/oder dem Impfteam besprochen werden:

  • Welche Nebenwirkungen sind möglich?
  • Wie läßt sich prüfen, ob Antikörper gegen das Virusprotein gebildet wurden, d.h. wie gut mein Impfschutz ist?
  • Wie lange hält der Impfschutz?

Vergleich der mRNA-Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna: (Quelle: NZZ 12.01.21)

                                                                                 Biontech/Pfizer                      Moderna


Wirksamkeit                                                                95 %                                       94 %

Wirksamkeit bei über 65-Jährigen                         94 %                                      86 %

Haltbarkeit im Kühlschrank                                    5 Tage                                   30 Tage

Langfristige Lagerung                                               – 70 °C                                  -20 °C


Informationen zum Ablauf einer Corona-Schutzimpfung im Kreis Pinneberg erhalten Sie über den folgenden Link: Corona-Schutzimpfung im Kreis Pinneberg

Um aus Uetersen das Impfzentrum in Prisdorf (Peiner Hag 11-13) mit dem öffentlichen Nahverkehr zu erreichen, können folgende (leider sehr beschwerliche) Wege beschritten werden:

  • Mit dem Bus 6663 von Uetersen nach Pinneberg bis zur Hochbrücke; dort die Haltestelle wechseln (zur Haltestelle „Prisdorfer Strasse“) und weiterfahren mit dem Bus 185 bis zur Haltestelle „Schulenhörn) in  Prisdorf; dann 15 Minuten Fußweg zum Impfzentrum. Die gesamte Reisezeit beträgt etwa 1 Stunde.
  • Mit dem Bus X66 zum Bahnhof Tornesch, dann weiter mit der Regionalbahn RB61/71 nach Prisdorf; vom Bahnhof sind es 15  Minuten Fußweg zum Impfzentrum. Die gesamte Reisezeit beträgt etwa 40 min.

Es ist geplant, dass die Kosten eines Transportes zum Impfzentrum für Senior*innen ab 80 Jahren mit Mobilitätseinschränkungen vom Kreis Pinneberg getragen werden (siehe folgende Pressemitteilung)

Pressemitteilung vom 06.02.21

Kreis übernimmt Taxikosten für Fahrten zum Impfzentrum

In der gestrigen Sitzung des Ausschusses für Soziales, Gesundheit, Gleichstellung und Senioren ist mit großer Mehrheit (11 ja Stimmen, 1 Gegenstimme) die Grundsatzentscheidung getroffen worden, dass der Kreis Pinneberg die Kosten des Transportes der impfberechtigten Senior*innen der Priorität 1 (Personen ab 80 Jahren) übernimmt, die einen Impftermin haben und aufgrund von Mobilitätseinschränkungen eigenständig nicht in der Lage sind, das zuständige Impfzentrum zu erreichen.

Hintergrund des Beschlusses ist, dass sowohl von verschiedenen Seniorenbeiräten als auch von der Kreispolitik -SPD, CDU, Bürgerliche Mitte- Anfragen an die Verwaltung gerichtet worden waren mit der Bitte zu prüfen und Vorschläge zu unterbreiten, wie besonders gefährdete Einwohner*innen zu den Impfzentren transportiert werden können, ohne sich den Gefahren des ÖPNV auszusetzen oder kostspielige Taxifahrten finanzieren zu müssen.

Hierfür hat die Verwaltung verschiedene Szenarien geprüft, die den gewünschten sicheren Transport sicherstellen sollten. Aufgrund ihrer Prüfung empfahl die Verwaltung den Transport durch einen Taxigutschein weiter zu verfolgen, weil diese Transportmöglichkeit kurzfristig bereitgestellt werden kann und hierbei auch der geringste bürokratische Aufwand zu erwarten ist.

Zu der Frage nach der Höhe der voraussichtlichen Kosten konnte die Verwaltung keine konkreten Angaben machen, weil aus ihrer Sicht schwer einzuschätzen ist, wie hoch die Zahl derjenigen sein wird, die Taxigutscheine in Anspruch nehmen werden. Vor allem ist unklar, wer von den rund 23.000 über 80jährigen Menschen, die im Kreis Pinneberg leben, bereits geimpft worden ist oder wie viele sind in der Lage, eigenständig mit dem PKW zum Impfzentrum zu fahren oder wie viele können mit Unterstützung der Familienangehörigen, Nachbarn, Freunden oder ehrenamtlichen Helfern zum zuständigen Impfzentrum gebracht werden.

Mit der Grundsatzentscheidung im Sozialausschuss, dass Gutscheine für die Nutzung von Taxis für Hin- und Rückfahrt für die 1.+2. Impfung zur Verfügung gestellt werden, kann die Verwaltung kurzfristig eine finale Konkretisierung der voraussichtlichen Kosten vornehmen und die Umsetzung vorbereiten. Nach Erstellung dieser Vorlage erfolgt die Beschlussfassung hierüber im Hauptausschuss/dem Finanzausschuss. Hans-Peter Stahl ist froh darüber, dass der Ausschuss mit breiter Mehrheit sich für eine unbürokratische Lösung entschieden hat.

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